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Immobilien in Bochum, 1449 Ergebnisse

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Leben mit der Vergangenheit des Bergbaus
Bochum ist ein sehr alter Ort, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 890. Eine urkundliche Angabe von 1041 benennt die Ansiedlung als Reichshof, vermutlich von Karl dem Großen (747 oder 748-814, erster Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation) an dem Kreuzungspunkt zweier Handelsstraßen angelegt. Im Laufe ihrer Geschichte musste die Stadt (Stadtrecht seit 1321) mit einigen schweren Schicksalsschlägen klarkommen, wie den Brandkatastrophen von 1517 und 1581, die einen Großteil der Bebauung vernichteten oder 1529 einer Seuchenwelle mit dem Namen "englischer Schweiß", einer Infektionserkrankung aus England mit überwiegend tödlichem Verlauf. Auch von der Pest blieb Bochum nicht verschont, die in den Jahren 1544, 1583 und 1589 einen Großteil der Bevölkerung tötete.

Erste Informationen über den Steinkohlebergbau stammen aus dem Jahr 1537, in den folgenden zweihundert Jahren kamen weitere vierundzwanzig Kohlenbergwerke (Kohlenpütts) hinzu. Zur Absicherung der Bergleute entstand bereits 1770 die Knappschaftskasse, 1890 das weltweit erste Unfallkrankenhaus mit dem doch etwas ironisch anmutenden Namen "Bergmannsheil". Nach der 1801 ersten eingesetzten Dampfmaschine auf der Zeche "Vollmond", Jacob Mayers Entdeckung des Stahlgussverfahrens 1842 und der Eröffnung der Eisenhütte "Heintzmann" 1851, prägte der Stahlguss neben dem Bergbau für die nächsten 122 Jahre, bis zur Schließung der letzten Zeche "Hannover" 1973, das Stadtbild. Die wirtschaftlichen Erfolge sorgten für Zuzug, aus den knapp 8.800 Einwohnern von 1858 wurden im Laufe der Zeit um die 375.000 Köpfe.

Die Folge der wirtschaftlichen Entwicklung zeigt sich in allen Bereichen der Stadt, Bochum hat neben beeindruckenden Kirchen eine große Zahl von Museen, von denen sich ein relativ großer Teil mit der Entwicklung des Bergbaus und der Eisenbahngeschichte beschäftigt. Parks und Gärten prägen das Stadtbild ebenso wie die teilweise noch gut erhaltenen und gepflegten historischen Gebäude. Die sechs Stadtteile sind von der abwechslungsreichen Geschichte der Metropole geprägt, die Infrastruktur ist überall hervorragend.

Der Stadtteil Langendreer mit seinem inzwischen sehr bekannten Kulturbahnhof hat eine in diesem Bereich hohe Wohndichte mit überwiegend älteren Anwohnern, während sich den südöstlichen Teil die eher jüngere Generation teilt. Der Bezirk zählt aufgrund seiner ausgewogenen Architektur und seinem Kulturangebot zu den begehrteren Stadtbezirken. Durch die Nähe zur Innenstadt, aber dennoch ruhig und grün gelegen ist Bochum Hamme ein Rückzugsort für Menschen, die den Trubel zwar lieben, ihm aber nicht unbedingt ständig ausgesetzt sein möchten. Hier leben viele junge Familien und Studenten, was dem Stadtteil einen ganz eigenen Charme verleiht, währen sich nach Stiepel eher die obere Mittelschicht und die Oberschicht zurückzieht. Die Ein- und Zweifamilienhäuser in wunderschönen Gärten sowie die gesamte Umgebung strahlen Gediegenheit aus, viel Grün und gute Luft sorgen für ein ganz besonderes Wohngefühl. Keinen besonders guten Ruf hat der Bezirk Wattenscheid, nachdem der ehemals blühende Ort durch die Eingemeindung seinen ganzen Charme verlor. Er zählt zu den eher schlechteren Wohngegenden. Harpen und Wiemelhausen mit dem dörflichen Charakter, der Mischbebauung und der Innenstadtnähe ist für alle Alters- und Einkommensklassen attraktiv ist, wobei Wiemelhausen ein sehr gutes Image hat. Die Mietpreise befinden sich im Durchschnitt auf mittlerem Niveau, Immobilien sind nicht ganz so günstig, aber noch immer zu verhältnismäßig moderaten Preisen erwerbbar.

Durch die über 33.000 Studenten, die sich alljährlich an der Ruhr-Universität und den Fachhochschulen tummeln, die circa viertausend Mitarbeiter und rund vierhundertfünfzig Professoren bekommt Bochum das typische Flair einer Studentenstadt mit blühendem Nachtleben. Es gibt zahlreich Kneipen, mondäne Bars und gemütliche Pubs, genauso wie Restaurants, eine Vielzahl von Musik- und Theaterveranstaltungen sowie ein ausgeprägtes Kulturangebot. Bochum ist eine Stadt, die es geschafft hat, Geschichte, Kultur, Technik und Moderne hervorragend zu verbinden, ihr pulsierendes Leben zieht jeden Besucher in seinen Bann.
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